EX PATRIA BENE ET FELICITER

eine TV Serie von Petra Sorge und Tim van Beveren, Berlin

Marcus Tullius Cicero, römischer Politiker, Schriftsteller und Philosoph, merkte bereits vor knapp 2000 Jahren an „patria est, ubicumque est bene“ also das Vaterland kann überall dort sein, wo es jemandem gut geht. Dies könnte ein Motto für Expats sein, das wir abgeändert und um den „Erfolg“ erweitert haben.

Was ist Erfolg? Verwirklichung von Ideen? Durchsetzung von Haltungen? Erlangen von Reichtum? Die Forbes-Liste, legendäre Messlatte für finanziellen Erfolg, erschien erstmals 1987 und wird jedes Jahr aktualisiert. Sie erfasst die global reichsten Persönlichkeiten, also unabhängig von ihrer Nationalität und ihrem Wohnsitz und der Niederlassung ihrer Arbeitsstelle.

In einem zeitgeschichtlichen Moment, in dem Zuwanderer, Einwanderer, Flüchtlinge, Migranten, Emigranten, Immigranten  – welche Namen auch immer Menschen bezeichnen, die ihr Geburtsland verlassen, um in einem anderen Land zu leben – kritisch und misstrauisch beäugt bis gar abgelehnt werden, lohnt sich der Blick auf den Erfolg von „Expats“, wie dauerhaft im Ausland lebende Landsleute im englischsprachigen Raum genannt werden. Ob internationaler Mitarbeiter (international assignee), mitziehender Familienangehöriger, im „Ausland“ geborene Kinder und/oder eingebürgerter Erwachsener – die trennenden Definitionen verschwimmen immer mehr aufgrund individueller Lebenswege. Für diese Recherche steht daher im Vordergrund, dass ein Mensch aus einem Land dauerhaft in einem anderem Land lebt und sich in diesem „anderen“ Land durch finanziellen Erfolg auszeichnet.

In der TV Serie »EX PATRIA BENE ET FELICITER« sollen ganz verschiedene Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen porträtiert werden. Kanidaten sind z.B.:

 

  • Sawsan Chebli, deutsche Politikerin, als Tochter einer staatenlose Familie aus Palästina in Berlin geboren, erhielt erst 1993 die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie gilt als politische Hoffnungsträgerin in Deutschland.
  • Helene Fischer, Sängerin und Entertainerin, stammt aus dem sibirischen Krasnojarsk, damalige UDSSR, und kam mit 4 Jahren nach Deutschland. Forbes führte sie 2018 als eine der 10 Sängerinnen weltweit mit dem höchsten Einkommen.   
  • Max Levchin, Informatiker und Mitgründer von Paypal, wurde in Kiew/der damaligen UDSSR geboren und emigrierte als 16jähriger in die USA, wo er weitere IT-Firmen gründete und zeitweise Vice President of Engineeringvon Google war. Forbes schätzt sein Vermögen auf 300 Mio US-Dollar.
  • Carlos Slim Helú, mit libanesischen Wurzeln beider Elternteile, heute in Mexiko lebend und u.a. in der Telekommunikation tätig, wird von Forbes als zeitweise reichster Mann der Welt gelistet.
  • Freddy Mercury, Musiker, geboren in Sansibar/Tansania, zog mit seinen Eltern als Kind nach Großbritannien. Er  wurde mit „Queen“  einer der bedeutendsten Rockstars des 20. Jahrhunderts.
  • Ieoh Ming Pei, in China geboren, in den USA ausgebildeter und heute fast ein Jahrhundert global tätiger Architekt, 1983 mit dem Pritzker-Preis augezeichnet, dem Nobelpreis für Architektur.
  • Elon Musk, Gründer u.a. von SpaceX, stammt aus Südafrika und hat zusätzlich die US-amerikanische und die kanadische Staatsangehörigkeit. Er ging mit 17 Jahren nach Kanada und wurde durch experimentelle Unternehmensgründungen wie Tesla, Hyperloop, SolarCity u.a. bekannt. Auf der aktuellen Forbes-Liste steht er auf Platz 54 der reichsten Menschen. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus unserer eigenen „Erfolgs-Liste“ der Menschen, die wir vorstellen möchten. Wir gehen in den als 30 Minuten Videos angelegten Portraits u.a. Fragen nach: Mit welchen Hindernissen aber auch mit welcher Selbst-Befreiung und welchen Förderungen sind diese Erfolge entstanden? Welche Rolle spielt eine Nation, das „Vaterland“, als Herkunft im direkten Vergleich mit Intelligenz, Durchsetzungskraft, Wille und kreativen Ideen?

 

10 x 30 Minuten, 4K und HD1080, Deutsch und Englisch.

Fertigstellung geplant:   Herbst 2019